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Vibrationswahrnehmung
Die Begriff Vibration bezeichnet in der Sinnesphysiologie leichte Erschütterungen, die über Rezeptoren wahrgenommen werden.
Pallästhesie
Die Wahrnehmung von Vibrationen gehört zur so genannten haptischen Wahrnehmung, die zu der Feinwahrnehmung, der so genannten epikritischen Sensibilität, gehört. Das Empfinden von Vibrationen wird innerhalb der Sinnesphysiologie als Pallästhesie bezeichnet.
Die Rezeptoren, mit deren Hilfe Vibrationen wahrgenommen werden können, werden Vater-Pacini-Körperchen genannt.
Fällt das Vibrationsempfinden völlig aus, wird diese mit dem Begriff Pallanästhesie bezeichnet. Ist das Empfinden lediglich reduziert, spricht man von Pallhypästhesie.
Klinische Prüfung
Um das Vibrationsempfinden zu überprüfen, legt man eine schwingende Stimmgabel an der Haut an. Bei einer klinischen Prüfung werden Stimmgabeln nach Rydel-Seiffer verwendet. Diesen liegt eine Skala mit den Werten von 0 bis 8 zugrunde.
Wenn die betroffene Person angibt, keine Vibration mehr zu spüren, wird der Wert der Stimmgabel abgelesen. Liegt der Wert unter 6, wird von einem pathologischen Fall gesprochen.
Erhält man auch bei wiederholter Prüfung an derselben Stelle denselben Wert und ist außerdem an manchen Stellen das Vibrationsempfinden besser, ist das Ergebnis verwertbar.
Störungen
Pallhyp- oder Pallanästhesien können dann entstehen, wenn das Zentralnervensystem oder Nervenbahnen, die die Vibrations-Sinnesqualität leiten, nicht gesund sind.
Man nimmt in vielen Fällen Polyneuropathien als Ursache an. Auch Schädigungen des Rückernmarks, des lemikalen Systems oder des sensorischen Cortex des Großhirns kommen als Ursache in Frage.
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